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Viktor Matejka

Bildung, Soziales & Demokratie
Menschenrechte, Politiker:in, Widerstand


Viktor Matejka

Viktor Matejka (1901 - 1993) war Kulturpolitiker und Schriftsteller. Er war ein unermüdlicher Streiter für Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit und die Wahrung der Menschenrechte und gilt als Pionier der Volksbildung. Von 1936 bis 1938 war er Bildungsreferent der Arbeiterkammer Wien. In seiner Rolle als Bildungsfunktionär hielt er am Prinzip der „neutralen Volksbildung“ fest, wie es im Roten Wien formuliert worden war und das im Geist der Aufklärung und des Liberalismus die Freiheit der Wissenschaft und des kritischen Denkens meinte.  Im April 1938 wurde er von den Nazis mit dem so genannten Prominententransport ins KZ Dachau deportiert und war dort und im KZ Flossenbürg bis 1944 inhaftiert. Im KZ stellt er aus Zeitungsausschnitten sogenannte Pickbücher her, die sich heute im DÖW befinde.
Nach dem 2. Weltkrieg war er von 1945 bis 1949 Kulturstadtrat in Wien. Bereits 1946 initiierte er im Künstlerhaus die Ausstellung „Niemals vergessen!“. Bei seinem Ausscheiden aus dem Stadtsenat dankte ihm Bürgermeister Körner für "seine außerordentlichen Verdienste um die kulturelle Wiederbelebung Wiens unter höchst ungünstigen Bedingungen."
Matejka bewahrte sich stets sein unorthodoxes und freimütiges Auftreten und publizierte viel im (Wiener) Tagebuch, der kulturpolitischen Zeitschrift der KPÖ. Der Historiker Werner Michael Schwarz kuratierte 2020 die Ausstellung "Viktor Matejka - Kulturpolitik nach dem Grauen" im Wien Museum. Er beschreibt Matejkas politische Position als "sehr stabil, jedoch ungewöhnlich aber war ihre Kombination: strikter Gegner des Nazionalsozialismus, kritischer Katholik, Aufklärer, bekennender Österreicher und unorthodoxer Linker." Viktor Matejka wohnte viel Jahre in der Theobaldgasse 15. Nach ihm wurde in Wien-Mariahilf die  Viktor-Matejka-Stiege benannt.
[Beitrag in Arbeit]
Viktor Matejka in WikiPedia
Kulturpolitik im Nachkriegs-Wien (WienGeschichteWiki)

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Adresse: Wien 6, Theobaldgasse 15