Käthe Leichter
Soziales & Demokratie
Frauen- & Genderrechte, Widerstand
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Frauen- & Genderrechte, Widerstand
Käthe Leichter (1895 - 1942) war sozialdemokratische Politikerin, Frauenrechtlerin, Soziologin und Redakteurin. Nach dem Ersten Weltkrieg arbeitete sie in der Sozialisierungskommission der jungen Österreichischen Republik und wurde anschließend Frauenreferentin in der Wiener Arbeiterkammer. Die Ergebnisse ihrer wissenschaftlichen Studien waren nicht nur wegweisend für viele gesellschaftspolitische Reformen der Ersten Republik und haben bis heute nichts von ihrer Aktualität verloren. 1927 erschien die erste große Untersuchung des Frauenreferats zum Thema "Frauenarbeit und Arbeiterinnenschutz in Österreich", die die Auswirkungen der Massenarbeitslosigkeit auf das Leben der Frauen thematisierte.
Die Zerstörung der Demokratie im Jahre 1934 drängte sie in die politische Illegalität. Im Nationalsozialmus wurde Käthe Leichter inhaftiert und starb im Konzentrationslager.
1991 wurde jährlich der Käthe-Leichter-Preis für Frauengeschichte der Arbeiterinnen- und Arbeiterbewegung vergeben. Nach einer Unterbrechung von vier Jahren wurde die Verleihung des Käthe-Leichter-Staatspreises für Frauen- und Geschlechterforschung 2005 wieder aufgenommen und fortgesetzt. 2022 wurde der Preis vom zuständigen Ministerium als "Österreichischer Staatspreis für Frauen" vergeben; der Name Käthe Leichter war aus der Bezeichnung des Preises verschwunden. Vier weitere Käthe Leichter-Preise wurden in allgemeine "Frauenpreise" umgewandelt.
2025 feierte das Frauenreferat der Arbeiterkammer sein 100-jähriges Bestehen und aus diesem Grund wurde im Waschsalon im Karl-Marx-Hof die Sonderausstellung "Käthe Leichter und die Vermessung der Frauen" gezeigt.
Käthe Leichter in dasrotewien.at
Käthe Leichter in WienGeschichteWiki
Themen/Gruppen: Soziales & Demokratie, Frauen- & Genderrechte, Widerstand
Adresse: Wien 13, Auhofstraße 152-156 / Hietzinger Kai 205 (Käthe-Leichter-Hof)