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Alois Jalkotzy

Soziales & Demokratie
Bildungspionier:innen, Friedensbildung, Sozialpionier:innen


Alois Jalkotzy

Alois Jalkotzy (1892 - 1987), Pädagoge, Kommunalpolitiker, Quäker, Friedens- und Menschenfreund, war u.a. in der Schönbrunner Erzieherschule tätig und leitete von 1922 bis 1934 das Sekretariat der Österreichischen Kinderfreunde. Er setzte sich konsequent gegen Gewalt in der Erziehung ein. 1934, in der Zeit des Austrofaschismus, und 1944 durch die Nationalsozialisten wurde er verhaftet und für mehrere Monate inhaftiert. Nach dem Kriegsende 1945 widmete er sich dem Wiederaufbau der volksbildnerischen Einrichtungen und deren Organisation. 1946 gründete er gemeinsam mit seinem Neffen Karl Gerstmayer die Kleine Galerie. Von 1945 bis 1949 war Alois Jalkotzy Direktor der Jugenderziehungsanstalt Eggenburg, wo er innovative Konzepte zur Resozialisierung von Jugendlichen entwickelte und umsetzte. Neben der Einführung der prinzipiell unversperrten Türen der Jugendlichen regte er die Gründung der Monatszeitung "Mappe der Menschlichkeit" für ausschließlich GUTE Nachrichten an, die bis in die 1980er-Jahre erschien. Es war ein erfolgreicher Versuch, die Kriegserlebnisse zu verarbeiten.
1950 begründete Jalkotzy die Institution der "Elternschule", die Vätern und Müttern Hilfe bei der Erziehung bot, und wurde 1966 mit dem Preis der Stadt Wien für Volksbildung ausgezeichnet. Bis ins hohe Alter veröffentlichte er unterschiedliche Publikationen, in der er seine Ansichten und Gedanken als Menschenfreund an andere weitergab.
Seine Tochter, Susanne Jalka, ist Friedenswissenschaftlerin, Autorin und in der Konfliktbearbeitung tätig.
Alois Jalkotzy In WienGeschichteWiki
Alois Jalkotzy in dasrotewien.at
Literaturhinweis. Buch von Alois Jalkotzy "Die Kinder klagen uns an! Kinderbriefe über die Prügelstrafe"

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Adresse: Wien 8, Feldgasse