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Macondo  

„Macondo“ ist eine ungewöhnliche Siedlung in Wien, jenseits der Simmeringer Haide zwischen Entsorgungsbetrieben, Autobahnbrücke und Schrebergärten. In Macondo leben heute zwischen 2000 und 3000 Menschen. Macondo wurde 1956, nach der Niederschlagung des ungarischen Volksaufstands auf dem Areal einer ehemaligen k. u. k Kaserne zur Unterbringung der aus Ungarn gefüchteten Menschen eingerichtet und seither sukzessive erweitert. Die Flüchtlinge wurden ursprünglich in den Kaserenengebäuden, später auch in anderen ebenerdigen Bauten aus den 1970er Jahren und in Laubenganghäusern aus den 1990er einquartiert. Der Diakonie Flüchtlingsdienst ist durch die Basis Zinnergasse als gemeinwesen orientiertes Integrationsbüro vor Ort in Macondo tätig. 
Ursprünglich wurde das Areal vorwiegend von (ehemaligen) Flüchtlingen aus Ungarn, Chile, Vietnam oder anderen Teilen Europas, Asiens oder Afrikas bewohnt, inzwischen insbesondere leben dort Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan, Somalia, dem Irak und dem Sudan. Entstanden ist durch die Pluralität der verschiedenen Herkunftsländer ein ungewöhnliches, bunt gemischtes „Dorf“, dem die Flüchtlinge aus Chile in den 1970er Jahren den Namen „Macondo“ (aus einem Roman von Gabriel Garcia Marquez) gegeben haben.
Macondo in Demokratiezentrum.at
Bericht zum 60jährigen Bestehen Meconods 2016
Projekt Macondo in Architektur ohne Grenzen

Themen/Gruppen: Soziales & Demokratie, Menschenrechte

Adresse: Wien 11, Zinnergasse 29B