Themen

Filterergebnis: 1 gefunden


Margarete Schütte-Lihotzky

Margarete Schütte-Lihotzky (1897–2000) war eine österreichische Architektin, Frauen- und Friedensaktivistin und in der Zeit des Nationalsozialismus bis zur Ihrer Verhaftung 1941 im Widerstand. Sie war eine der ersten Frauen, die in Österreich Architektur studierten. Mit ihren wegweisenden Intentionen schuf Schütte-Lihotzky ökonomische und soziale Raumlösungen, die Frauen* einen selbständigen Arbeits- und Lebensbereich ermöglichen und tradierte Wiener Wohnkultur mit der Moderne verbinden. Generell ist das Werk von Margarete Schütte-Lihotzky von einem starken sozialen Engagement geprägt und zeichnet sich durch eine unprätentiöse Schlichtheit aus, in der sich Ergonomie und einfache Formgebung gekonnt vereint finden. International bekannt wurde sie durch ihre „Frankfurter Küche“, die zur Grundlage der modernen Einbauküche wurde.
Margarete Schütte-Lihotzky war engagierte Kommunistin, wurde am 22. Januar 1941 von der Gestapo verhaftet, enging der Todesstrafe und saß bis April 1945 im Gefängnis. Bis ins hohe Alter äußerte sie sich immer wieder zu Unrecht und Gewalt und kritisierte rechtsextreme Tendenzen.
In Wien sind der Margarete-Schütte-Lihotzky-Hof, der Schütte-Lihotzky-Weg sowie der Margarete-Schütte-Lihotzky-Park nach ihr benannt. Seit Herbst 2022 ist die letzte Wohnung der Architektin öffentlich zugänglich.
Das Margarete Schütte-Lihotzky Zentrum (MSL-Zentrum) in Wien wurde 2022 in der von ihr gestalteten Wohnung, in der sie ihre letzten 30 Lebensjahre verbrachte, eingerichtet. Sie ist ein besonderes architektonisches Juwel und denkmalgeschützt. 
Margarete Schütte-Lihotzky in WikiPedia
Podcast über Margarete Schütte-Lihotzky
Margarete Schütt-Lihotzky im Architekturlexikon
Margarete Schütte-Lihotzky in WienGeschichteWiki

Themen/Gruppen: Soziales & Demokratie, Frauen- & Genderrechte, Künstler:in, Sozialpionier:innen, Widerstand

Adresse: Wien 5, Franzensgasse 16/40 (Margarete Schütte-Lihotzky Zentrum)