Olga Zeynek
Bildung, Soziales & Demokratie
Frauen- & Genderrechte, Politiker:in
Bildung, Soziales & Demokratie
Frauen- & Genderrechte, Politiker:in
Olga Rudel-Zeynek (1871 - 1948) war Frauenrechtlerin, Politikerin und schriftstellerisch tätig. Sie zeigte sich bereits als junges Mädchen sozial und politisch interessiert. 1881 zog sie von Olmütz nach Wien, 1914 weiter nach Graz. Während des 1. Weltkriegs war sie in sozial-karitativen Einrichtungen tätig, half in Armenküchen und engagierte sich in der Katholischen Frauenorganisation. Sie verfasste und publizierte Märchen und hielt Vorträge über soziale Anliegen, wobei sie auch auf die Bedeutung der Frau in Kriegszeiten hinwies. 1919 wurde das allgemeine Frauenwahlrecht in Österreich eingeführt und Olga Rudel-Zeynek forderte in ihren Vorträgen und Schriften die Frauen auf, das Wahlrecht zu nutzen und sich für politische Ämter zu bewerben. 1919 zog sie in den Steirischen Landtag ein, ab 1920 war sie Parlamentsabgeordnete der CSP (Christsoziale Partei). Dabei engagierte sie sich vor allem für frauen- und bildungspolitische Anliegen. Im Justiz- und Bildungsausschuss des Parlaments konnte sie ein Gesetz, das die Alkoholabgabe an Jugendlichen untersagte, 1922 zur Ratifizierung bringen. Dieses Verbot ist bis heute gültig. Ende 1927 wurde Olga Rudel-Zeynek die Vorsitzende des Bundesrates und war somit weltweit die erste Frau der Moderne, die in einem Staat einer parlamentarischen Körperschaft vorstand. In Graz erinnert eine Gedenktafel an ihrem Wohnhaus in Geidorf sowie eine nach ihr benannte Straße im Bezirk Straßgang an Olga Rudel-Zeynek.
Olga Rudel-Zeynek in WikiPedia
Olga Rudel-Zeynek in Demokratiezentrum.org
Themen/Gruppen: Bildung, Soziales & Demokratie, Frauen- & Genderrechte, Politiker:in
Adresse: 8054 Graz, Olga-Rudel-Zeynek-Straße