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„Uni brennt“

Unter dem symbolischen Motto „Uni brennt“ wurden im Oktober 2009 an vielen österreichischen Universitäten Hörsäle besetzt, darunter die beiden größten Hörsäle Österreichs an der Universität Wien und an der Universität Graz. Die Studentenproteste richtete sich gegen die durch die Bologna Reformen der EU, die Beschränkungen des Hochschulzuganges nach sich zogen. Diese großen Bildungsproteste wurden internationalen wahrgenommen und führten innerhalb Österreichs zu einer breiten Diskussion über die Bildungspolitik. Unterstützt wurden die Studentebproteste durch engagierte Persönlichkeiten aus dem In- und Ausland, u.a. von Jean Ziegler, Ruth Beckermann, André Heller, Ute Bock, Armin Thurnher, Hubert Kramar, Corinna Milborn,Houchang Allahyari, Robert Menasse und Robert Misik. Die Protestierenden waren basisdemokratisch organisiert und erstmals spielte das Internet eine zentrale Rolle bei der Kommunikation. Am 28. Oktober 2009 fand unter dem Motto „Geld für Bildung statt für Banken und Konzerne“ eine Großdemonstration statt, außerdem wurden zahlreiche Arbeitsgruppen gebildet und weitere Aktionen gestartet. Gefordert wurde u.a. die Ausfinanzierung und Demokratisierung der Universitäten, die Nichteinführung von Studiengebühren und ein freier Hochschulzugang. Ein zentraler Slogan der Proteste lautete: „Bildung statt Ausbildung“.
Video "Uni brennt" von 2009
Uni brennt in WikiPedia
Website Uni brennt
Uni brennt in "get social" - Website des Jugendrotkreuzes
Bericht: Als die Audimaxbewegung die Unis erschütterte

Themen/Gruppen: Bildung, Historische Meilensteine, Widerstand

Adresse: Wien 1, Universitätsring 1